Gefährlich und ironisch – Kopfschmerzen durch Kopfschmerztabletten

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Das kennt wohl jeder – dröhnende Kopfschmerzen ausgelöst durch die unterschiedlichsten Situationen. Der Griff zum Medikament soll angeblich eine schnelle Sofortlösung und Linderung herbeiführen – aber hast du in so einer akuten Situation schon einmal den Beipackzettel vor der Einnahme studiert? Das machen bei einigen gängigen Präparaten, vor allem den frei verkäuflichen, leider nur die wenigsten. medications-257344_1920

Häufig eingesetzter Wirkstoff bei Kopfschmerzen ist die sogenannte „Acetylsalicylsäure“.

Aber was schlucken wir da überhaupt?

Die Entstehung beginnt bei den Römern und Kelten, die Weidenrinde als „Allheilmittel“ einsetzten. Aus dieser Weidenrinde wurde 1828 Salicin isoliert, welche sich im Körper zu Salicylsäure umwandelt.
Hinzu kam ein Sekret aus der Analdrüse des Bibers – ja richtig gelesen – klingt eklig, ist aber wirksam gegen Krämpfe und Epilepsie, denn auch dieses Sekret enthält Salicylsäure.
Diese Säure alleine sorgte allerdings für Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden, und schränkte dadurch den Einsatz für die Pharmaindustrie ein.
Durch chemische Prozesse entstand dann letztendlich das Gemisch von “Acetyl-Salicylsäure”, die für eine bessere Verträglichkeit sorgen sollte.

Doch hat dieses Gemisch jetzt keinerlei Nebenwirkungen mehr?

– Wohl kaum –

Schauen wir uns einmal einen Auszug aus dem Beipackzettel eines gängigen freiverkäuflichen Präparates an:

Vorweg finden wir folgende Beschreibung:
“Alle diese Nebenwirkungen sind sehr schwerwiegend und können dringende ärztliche Hilfe oder eine sofortige Aufnahme ins Krankenhaus erforderlich machen…“
Klingt nicht sehr beruhigend für ein Medikament welches man ohne ärztliche Verordnung jederzeit in Eigenverantwortung kaufen und einnehmen kann. Aber es geht weiter mit folgenden Nebenwirkungen:

  • Hirnblutung
  • Magenschmerzen
  • Magen-Darm-Blutung
  • Nesselsucht
  • Leberfunktionsstörung
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Hörverlust
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)

 

Was fällt auf? –

Eine häufige Nebenwirkung bei einem Präparat was in den meisten Fällen gegen Kopfschmerzen eingesetzt wird sind Kopfschmerzen!
Der Teufelskreis ist also vorprogrammiert das ich schnell eine zu hohe Dosis zu mir nehme um die Kopfschmerzen zu unterdrücken. Ab diesem Punkt wird es gefährlich!

Bei längerfristiger Einnahme oder zu hohen Dosen kann es zu einer lebensgefährlichen Atemlähmung kommen. Der Mediziner spricht hier von einer „Azidose“.

Auch das Innenohr kann irreparabel geschädigt werden und z.B. zu einem Tinnitus oder Hörverlust führen.

Außerdem kann die Schleimhaut des Darms geschädigt werden und zu chronischen Darmerkrankungen, oder noch schlimmer, lebensbedrohlichen Blutungen führen.

Eine verletzte Darmschleimhaut nimmt uns außerdem einen wichtigen Schutz. Wir werden anfälliger für Bakterien, die schneller in unser Blut gelangen, obwohl sie dort gar nichts verloren haben.
Präparate mit Acetylsalicylsäure gehören übrigens nach aktuellen Studien zu den 16 häufigsten Todesursachen in den USA.

medications-257346_1920In den meisten Fällen werden diese Präparate zum Schutz vor Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt.

Aber keine Sorge – es gibt durchaus gesündere Wege diesen Schutz aufrecht zu erhalten. Welche das sind, erfährst du in meinem nächsten Artikel der schon bald erscheinen wird. 

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